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ARGE Kaffakocher - Äthiopien

Kaffakocher: Getrocknete Kaffeepulpe zum Kochen mit Pyrolysekochern

Vertrag: 2014.08
Biomasse

Kaffakocher:
Getrocknete Kaffeepulpe zum Kochen mit Pyrolysekochern in Äthiopien

Projektart

Pilotprojekt

 

Technologie :

Biomasse

Land :

Äthiopien

 

Projektstatus :

Abgeschlossen

Projektstart :

Juni 2014

 

Projektende :

Dezember 2016

Partner :

ARGE Kaffakocher www.kaffakocher.ch: bonnepomme GmbH www.bonnepomme.ch,
Nadine Guthapfel; Kasdad-E GmbH www.kaskad-e.ch, Stephan Gutzwiller

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© Original Food
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© ARGE Kaffakocher

Schweizer Beitrag

Die ARGE Kaffakocher hat ausgewiesene Erfahrungen in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Pyrolyse. Die Projektpartner sind gut vernetzt und können auf die Erkenntnisse aus verschiedenen Pyrolyseprojekten in der Entwicklungszusammenarbeit zurückgreifen.

Portrait

Bis anhin ungenutzter Kaffeeschalen-Abfall (Pulpe und Pergamenthäutchen) aus der Kaffeeherstellung von sonnengetrocknetem Kaffee wird in diesem Pilotprojekt als Brennstoff in 2 Typen von energieeffizienten und emissionsarmen Low-Tech-Pyrolysekochern eingesetzt. Einerseits in Kochern für die Nationalspeise Injera und andererseits in Haushaltskochern für weitere Zusatzgerichte. Diese Kocher substituieren die traditionellen 3-Steine-Kochstellen und werden auf Basis eines bestehenden Kochers in Haiti und des Schweizer Pyrolysekochers "Pyro-Cook" entwickelt. Im Rahmen des Projekts werden lokale Erwerbszweige aufgebaut. Damit trägt das Projekt dazu bei, die lokalen Lebensbedingungen zu verbessern. Die Verwendung des Abfalls von sonnengetrocknetem Kaffee als Brennmaterial ist neu und hilft mit, die Abholzung der Wälder zu reduzieren.

Resultate

Nach vielversprechenden Tests mit einem ersten Kocherprototyp vor Ort hat sich gezeigt, dass durch die Variabilität des Kaffeeschalen-Abfalls (Pulpe und Pergamenthäutchen) die Resultate nur bedingt replizierbar sind. Ein erfolgreich getesteter Lösungsansatz war ein Kocher mit einem solar betriebenen Ventilator, der einen gleichmässigen Betrieb ermöglichte. Allerdings erhöhen sich damit die Komplexität sowie die Kosten der Kocher, was die die lokale Produzierbarkeit und den ökonomischen Betrieb in Frage stellte. Damit konnten die Projektziele nur teilweise erreicht werden.

Das Projektteam ist weiterhin daran, lokal angepasste Lösungen für die sinnvolle Verwertung der Kaffeeabfälle zu finden.

Dokumentation

Schlussbericht “Dried Coffee Husk for Cooking in Gasifier Stoves, Ethiopia”, verfügbar auf www.repic.ch.