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Sofies-Emac - Vietnam

Kaffeetrocknung in Vietnam mit Pyrolyse von organischen Abfällen

Vertrag: 2016.01
Ressourceneffizienz

Kaffeetrocknung in Vietnam mit Pyrolyse von organischen Abfällen

Projektart:

Aufbau von Marktstrukturen

Technologie:

Ressourceneffizienz

Land:

Vietnam

Projektstatus:

Laufend

Projektstart:

März 2016

Projektende:

Geplant 2018

Partner:

Sofies-Emac AG, Zürich, http://sofiesgroup.com, Martin Fritsch, Hannes Zellweger
Ökozentrum Langenbruck, www.oekozentrum.ch, Martin Schmid

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© Le Viet Hien Mechanical Company Ltd

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© Le Viet Hien Mechanical Company Ltd

Schweizer Beitrag

Sofies-Emac verfügt u.a. über Fachkompetenz im Bereich Ressourceneffizienz und sauberen Produktionstechnologien (Cleaner Production) in der Nahrungsmittelproduktion, insbesondere im Kaffee- und Reissektor. Das Ökozentrum Langenbruck hat langjährige Erfahrungen mit Projekten im Bereich nachhaltige Entwicklung und neuen Technologien in Entwicklungsländern. Zudem haben die beiden Partner in einem früheren REPIC-Projekt (Vertrag 2013.05) den Prototypen der Pyrolyseanlage entwickelt.

Portrait

Die traditionelle Sonnentrocknung von Kaffee wird vermehrt durch künstliche Trockenbette oder
-türme ersetzt, welche die Bohnenschalen als Energiequelle nutzen. Diese Verbrenner sind jedoch ineffizient und verursachen starke Rauchemissionen. Die Pyrolyse-Technologie bietet mit ihrer hohen Anpassungsfähigkeit ein grosses Potenzial an entsprechenden Lösungsmöglichkeiten. Sie verwertet effizient organische Abfälle aus der Landwirtschaft indem sie zwei Hauptprodukte herstellt: saubere Wärme, die für den Trocknungsprozess genutzt werden kann, und Pflanzenkohle für den Einsatz als Bodenverbesserer.

Mit diesem Projekt werden Pyrolyseanlagen im Vietnamesischen Landwirtschaftssektor mit einem ersten Fokus auf die Kaffeekirschentrocknung eingeführt. Nach einer Testanlage, die von den Vietnamesischen Herstellern aufgebaut und ausgewertet wird, werden erste Feldanlagen erstellt und entsprechende Schulungen durchgeführt. Der Einsatz von Pflanzenkohle als Bodenverbesserer wird in die lokalen Anbaumethoden integriert, verschiedene Geschäftsmodelle werden entwickelt und Aktivitäten zur Verbreitung werden durchgeführt.

Resultate

Mehrere Testanlagen wurden erstellt und geprüft, nun ist die erste Feldanlage in Betrieb. Sie ist grösser als der am Ökozentrum entwickelte Prototyp und leistet 2.5 mal mehr. Sie verarbeitet 100 kg Pulpe pro Stunde und produziert daraus etwa 30 kg Pflanzenkohle und 150 kW Heizleistung. Genug, um einen grossen 4 Tonnen-Kaffeetrockner zu beheizen und in nur 8 Wochen 40 Hektaren Plantagen mit Pflanzenkohle als Bodenverbesserer zu versorgen.

Dokumentation

Ein Film ist verfügbar auf https://youtu.be/3rWDJ4qwVhM